PROJEKT

Schule der Zukunft

Standort
Feldbach
Wettbewerb
2018/19
Baujahr
2022

PROJEKTBESCHREIBUNG

Entwurfsidee
Ausgehend von den geforderten 48 Klassenräumen und den neuen Lernzonen in Bezug gesetzt zu den Bestandsstrukturen, erweist sich die kompakte Unterbringung der Klassenräume in den Bestandsflächen als vorrangig gültiger Ansatz. Somit werden im ersten Schritt die Möglichkeiten der Unterbringung in den unterschiedlichen Baukörpern untersucht und in der Folge den Schultypen zugewiesen bzw. auf die Geschosse verteilt. Die als offene Lernzonen gedachten Flächen – welche in der Vergangenheit noch keinen Ausdruck in den baulichen Strukturen gefunden haben – werden als Neuflächen eingeführt und in Form eines durchgehenden sogenannten „L e r n r e g a l s“ – frei abgewandelt vom Wort Bücherregal – im Zwischenraum des gründerzeitlichen Bestandsgebäudes und den Erweiterungen aus der jüngeren Vergangenheit eingebettet! Dieser Umstand erklärt auch die im Projekttitel verankerte Absicht der Schaffung einer Schule der Zukunft, welche in die Zukunft gerichtet die Möglichkeiten neuer Lernstrukturen aufzunehmen im Stande ist und den eklatanten Unterschied zur reinen Sanierung festschreibt.
Städtebauliche Aspekte
Den bestehenden Schulstandort zu stärken und in eine zukunftsfähige Bildungseinrichtung zu verwandeln darf als umsichtiger und städtebaulich relevanter Schritt gedeutet werden, zumal der Ausbildung der heranwachsenden Generation im städtischen Gefüge neben den belebenden Auswirkungen auch identifikationsstiftende Bedeutung zukommt. Eine Schule bedeutet Leben, die Schule als Raum öffentlichen Gedanken- und Wissensaustausches erfährt neben der Standortcharakteristik auch unmittelbaren Einfluss aus seinem Umraum, der zweifelsohne im Kerngebiet vielfältiger ausfällt und dadurch bereichernder wirkt. Umso mehr darf in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Eingangssituation im Zusammenhang mit der Gestaltung und Ausrichtung einer Aula hervor gehoben und andererseits bewusst gemacht werden. Einerseits lässt der historische Zugang zum Bestandsgebäude keine Veränderung in der Fassadensituation zu und wird damit immer präsent bleiben, andererseits geben die unterschiedlichen Ein- und Austrittsorte in den Anbauten wichtige Parameter der Erschließung und Verbindungen zum Umfeld vor. In der Akzeptanz dieser Entwicklungen aus der Vergangenheit wähnt das Projekt die Vorteile dieses offenen Schulhauses beizubehalten und setzt in der Situierung der Aula eine konzeptionelle Geste der Verbindung zwischen dem historischen Bestand und seinen Anbauten. Eine folgende „Aneignung“ des Innenhofes an der Westseite mit der Befreiung vom Verkehr – Parkplätze werden an die Südseite verlagert – und der Anhebung des Niveaus – Angleichung an Aula – erweist sich nur als logische Folge eingeleiteter Schritte.